Krieg. Stell dir vor, er wäre hier.

Krieg. Stell dir vor, er wäre hier.

Theater nach dem Essay von Janne Teller für Jugendliche ab 12 Jahren und für Erwachsene. SALZBURGER ERSTAUFFÜHRUNG.

„Ein verblüffend einfaches Gedankenexperiment. Ein schlichtes, aber eindringliches Plädoyer für mehr Respekt und Einfühlung. Angesichts der aktuellen Ereignisse in der arabischen Welt lohnt es sich umso mehr, darüber nachzudenken.“
Yasemin Ergin, NDR Kulturjournal über den als Essay erschienenen Text von Janne Teller

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier in Europa. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Seit Jahren bekämpfen sich Franzosen, Deutsche, Italiener und Griechen. Die Städte sind zerstört, die Wirtschaft liegt brach und nirgends ist es sicher. Es regieren Angst, Kälte und Hunger in Europa. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?

Nach dem Bestseller „Nichts. Was im Leben wichtig ist.“ geht es Janne Teller diesmal um den Schrecken des Krieges, um Flucht und Vertreibung, und um das Überleben in der Fremde. Janne Teller, 1964 in Kopenhagen geboren, stammt aus einer deutsch-österreichischen Familie und lebt in New York. Für ihre literarische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. In „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier.“ stellt sie mit einem kleinen aber entscheidenden Dreh unsere Alltagswirklichkeit auf den Kopf und zwingt uns, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen.

„Bei fast 200 Ländern auf der Welt, ist die Chance enorm groß, Ausländer zu sein.“
Pascal Lachenmeier, Schweizer Jurist

TERMINE (2016)

ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg
Theater Akzent, Wien

Terminarchiv (2015)

  • ARGEkultur Salzburg: Premiere und 4 Vorstellungen im Januar 2015
  • Pongauer Theatertagen für ein junges Publikum (Schwarzach im Pongau): 3 Vorstellung im März 2015
  • Schäxpir – Internationales Theaterfestival (Linz): 3 Vorstellungen im Juni 2015
  • rund 50 Klassenzimmeraufführungen von Januar bis Dezember 2015 direkt im Klassenzimmer in OÖ, Wien, Salzburg und Vorarlberg
  • diverse Aufführungen in Jugendzentren im Auftrag der Salzburger Landesregierung u.a in Tamsweg, Hallein, Bruck

Team

Regie/Bühne Markus Steinwender
Kostüm/Bühne Leonie Reese
Dramaturgie/Bühne (Fotobilder) Peter Malzer
Übersetzung aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler

Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg
Spieldauer 60min, keine Pause, bei Schulvorstellungen anschließend Nachgespräch

Mit Elisabeth Nelhiebel

Über die Autorin Janne Teller

Janne Teller, 1964 in Kopenhagen geboren, arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UNO in aller Welt, besonders in Afrika. Seit 1995 widmet sie sich ganz dem Schreiben und lebt heute in New York und Berlin. Für ihr literarisches Schaffen wurde Janne Teller vielfach ausgezeichnet. In ihrem Werk, das neben Romanen für Erwachsene auch Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher umfasst, kreist sie stets um die großen Fragen im Leben und löst mit gesellschaftskritischen Themen nicht selten stürmische Debatten aus. Für Erwachsene hat Janne Teller die zeitgenössische nordische Saga „Odins Insel“ geschrieben sowie die Liebesgeschichte „Europa. Alles, was dir fehlt“ und zuletzt „Komm“ über Ethik in der Kunst und in unserer modernen Gesellschaft (Hanser, 2012). Für Jugendliche erschien der viel diskutierte, preisgekrönte internationale Bestseller „Nichts – was im Leben wichtig ist“ (Hanser, 2010), die Erzählung „Krieg, stell dir vor, er wäre hier“ (Hanser, 2011) und „Alles – worum es geht“ (Hanser, 2013). Janne Tellers Literatur ist in 25 Sprachen übersetzt.

Pressestimmen

„(..) Das Gedankenexperiment ist so einfach wie wirkungsvoll – vor allem, wenn es für die Bühne adaptiert wird. (..) Harter Inhalt verlangt eine harte Sprache, und so hat Regisseur Markus Steinwender dem Stakkato der von Janne Teller salvenartig abgefeuerten Sätze noch Songs der deutschen Politrockband Ton Steine Scherben beigemengt. (..)“
Thomas Neuhold, DER STANDARD, 23.1.2015

(..) Nelhiebel und ihr Regieteam (Markus Steinwender, Leonie Reese, Peter Malzer vom Theater „mazab“) brauchten nicht mehr, um das einstündige Stück zu gestalten. (..) Manchmal genügt eben schon das unerbittliche Klacken eines Eding-Stiftes auf der Wand, um die zahllosen Wochen des Wartens auf den Asylbescheid körperlich spürbar zu machen. Oder ein immer fragmentarischer klingender Donauwalzer, um den Verlust der Herkunftskultur darzustellen. Dass der Premierenabend am Dienstag (20.1.) in der ARGEkultur ein Erfolg wurde, lag nur zum Teil am Text von Janne Teller. (..) Das Verdienst, aus diesem politisch hoch ambitionierten, aber ästhetisch nicht immer gelungenen Text theatralisch und ethisch Funken zu schlagen, gebührt der hochkonzentrierten Darstellerin und ihrem Team.
DrehPunktKultur, 21.1.2015

„Die Theatergruppe MAZAB, Spezialist für anspruchsvolle Stücke und brisante Themen, bringt Janne Tellers Essay über die Schrecken des Krieges, über Flucht und Vertreibung als Monolog auf die Bühne. Elisabeth Nelhiebel erzählt eine bewegende Geschichte aus der Perspektive eines 14-jährigen Jungen. (..) 
Mit nur wenigen Requisiten gelingt es Regisseur Markus Steinwender eindrucksvoll, das Grauen und die ständige Angst, die ein Krieg nach sich zieht, aufzuzeigen. Durch Absperrbänder wird das Publikum in das Flüchtlingslager mit eingeschlossen, die endlose Wartezeit auf die Aufenthaltsgenehmigung wird, wie in einem Gefängnis, mit Strichen an der Wand markiert. Ein Tagebuch hilft dabei, sich an das Leben vor dem Krieg zu erinnern. 
Eine Horrorvision, vom Wohlstandsbürger zu einem Menschen dritter Klasse abzurutschen. Wie kämen wir mit dem Verlust der Heimat, dem Verlust der Würde zurecht? Ein beklemmendes Stück für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene. Der Perspektivenwechsel zwingt zum Nachdenken.“
Elisabeth Pichler, dorfzeitung.com, 23.1.2015

Downloads für die Presse

Projektdokumentation und Infomappe

Infos für LehrerInnen / Direkt im Klassenzimmer / Klassenzimmerstück

„Die Vorstellung, das eigene Leben könnte sich in ein Flüchtlingsdasein verwandeln, kommt der von einem Leben auf dem Mars gleich”, schreibt die dänische Autorin Janne Teller im Nachwort ihres gleichnamigen Buches.

Die Themen in dem Stück sind
Heimat / Krieg / Flucht / Asyl

Das Stück ist mobil und kommt ins Klassenzimmer! Insgesamt wurden bisher rund 100 Vorstellungen, viele davon direkt im Klassenzimmer, gespielt. Idealerweise gleich zwei Vorstellungen in einer Schule an einem Vormittag.

Rufen Sie uns an, um Ihren Wunschtermin zu vereinbaren:
+43 (650) 672 99 84

DAUER  
ca. 55 Minuten pro Vorstellung. Nach einer kurzen Pause folgt dann – falls gewünscht – ein 20-30minütiges Nachgespräch mit der Schauspielerin. Anzuberaumen sind also 2 Schulstunden pro Vorstellung. Auch für die jeweilige Lehrperson gilt, dass 2 Schulstunden pro Vorstellung und Klasse reserviert sind. Das bitte im Supplierplan zu bedenken, damit es zu keinen störenden Lehrerwechseln nach 50 Minuten kommt.

RAUM  
Klassenzimmer mit klassischer Frontalunterrichtsaufstellung. Die Tische so aufgestellt, dass ein Mittelgang frei bleibt und die Schauspielerin alle Tische (und das an ihnen sitzende Publikum) umrunden kann. Tafel, Steckdose, Kreide.

KOSTEN  
€ 7,- pro SchülerIn, mindestens € 210,- pro Vorstellung. Bei Vorstellungen, die in Schulen gespielt werden, die weiter als 50 km von der Stadt Salzburg entfernt sind, werden nur Doppelvorstellungen gespielt. (Nach vorhergehender Absprache auch andere Bedingungen – die  Vorstellungsanzahl betreffend – möglich). Bezahlung nur bar gleich im Anschluss an die Schauspielerin.

ABLAUF  
Ankunft der Schauspielerin in der Schule spätestens eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn. Sofort Vorbereitung des angedachten Klassenzimmers. SchülerInnen kommen mit der Lehrperson zu Beginn der Vorstellung ins Klassenzimmer und setzen sich an die vorgesehenen Plätze. Eventuell Klassenzimmertausch zwischen den Vorstellungen, dazu nimmt die Schauspielerin gerne Hilfe an.

ERGÄNZENDER WORKSHOP „DER KRIEG UND ICH“ (Friedensbüro Salzburg)
Krieg ist sowohl weit weg wie auch ganz nahe. Für die einen hat er viel zu tun mit eigener Geschichte, eigenen Erfahrungen und Ängsten. Für andere zeigt er sich vorwiegend in Nachrichten, Filmen, Büchern, Bildern oder Träumen. Für alle jedoch ist Krieg ein sehr verunsicherndes, emotionales und kontroverses Thema, das niemanden kalt lässt. Doch was ist Krieg? Wie entsteht er, wie entwickelt er sich und was ist ihm entgegenzusetzen? Was macht er aus den Opfern, den Tätern und denen die zusehen?  Ist Krieg etwas, das immer anderen passiert oder macht er aus uns allen Beteiligte? Krieg ist keine Naturkatastrophe. Er wird gemacht, er wird geführt, er kann verhindert und auch beendet werden. Das braucht Phantasie, Mut und viel Geduld.
INFOS & BUCHUNG WORKSHOP Barbara Wick (pädagogische Leiterin des Friedensbüros) unter wick@nullfriedensbuero.at | DAUER 2 bis 3 Unterrichtseinheiten | REFERENT Hans Peter Graß, Geschäftsführer des Friedensbüros Salzburg, Lehrer und Erwachsenenbildner KOSTEN 28 € pro Workshopeinheit à 50 Minuten plus Fahrtkosten bei Schulen außerhalb der Stadt Salzburg

Downloads für LehrerInnen

Fotos

Mit freundlicher Unterstützung von
Stadt Salzburg Kultur, bm:ukk, Land Salzburg Kultur
und ERSTE Salzburger Sparkasse – Kulturfonds